Mobilitätsforum der FDP gut besucht und konstruktiv

Am 8.1.20 lud die FDP Bamberg zu einem Mobilitätsforum in den historischen Pferdestall des Café Krackhardt. An einen Impulsvortrag von MdL Sebastian Körber, der Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr des Bayerischen Landtags und zugleich für die FDP deren Sprecher ist, schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Auf dem Podium diskutierten MdL Sebastian Körber, der OB-Kandidat Martin Pöhner und der Stadtratskandidat Dr. Ulrich Krackhardt und stellten sich den Fragen der Gäste unter der Moderation des stellv. Ortsvorsitzenden Patrick Butz.
Es herrschte große Einigkeit darüber, dass Mobilität als Grundvoraussetzung für viele Lebensbereiche erhalten bleiben muss, allerdings bei reduziertem Verkehrsaufkommen und deutlich geringerer Umweltbelastung. 

MdL Körber sieht die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel samt einer übergreifenden Mobilitäts-App unter Federführung der Bundesländer – mit Bayern gerne als Vorreiter – als wesentlichen Schritt an. 

Für die Situation in der Stadt Bamberg spricht sich Stadtrat Martin Pöhner dafür aus, Radverkehr und ÖPNV zu fördern, ohne die Erreichbarkeit der Innenstadt für Autofahrer einzuschränken. „Es ist wichtig, dass es auch weiterhin ausreichend Parkplätze in der Innenstadt für Anwohner und Besucher gibt. Dafür wollen wir mehrere Quartiersgaragen schaffen, u.a. im Sandgebiet und beim Finanzamt, wodurch gleichzeitig der Platz für den Lückenschluss der Radwege und für eine Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum gewonnen wird.“  

Dr. Ulrich Krackhardt legt dar, wie bspw. durch Einführung einer separaten Ampelphase der Radverkehr darüber hinaus ohne größere und teure Eingriffe in die Verkehrsführung gefördert werden kann, um damit ein Miteinander der Verkehrsteilnehmer zu erreichen, statt sie gegeneinander auszuspielen. Mittelfristig plädiert er dafür, die Innenstadt nicht mit Leitsystemen für den ÖPNV zuzupflastern, sondern den modernen Weg über digitale Endgeräte der Fahrgäste zu beschreiten. Langfristig stellt er die Trennung von Verkehr, Mobilität  und Fahrzeugbesitz als Lösungsweg ins Zentrum: Zukünftig soll Mobilität als Dienstleistung gebucht werden mit Fahrzeugen unter kommunaler Steuerung, in nicht allzu ferner Zukunft sogar als autonome Vehikel unterschiedlicher Größen.